Schmerz- & Sporttherapie
Schmerz- & Sporttherapie

MEDIZINISCHE THEMEN

Bein/Knie/Fuß(gelenk)

TIBIAL STRESS SYNDROM

Knochenhaut-Entzündung / Shin-Splints / T.S.S.

 

Terminologie

 

Knochenhautentzündung, in einige ältere Literatur auch wohl Shin-Splints genannt, ist eine Verletzung wovon viele Sportler betroffen sind. Zuweilen selbst so stark, dass Sporten für längere Periode nicht oder sehr beschränkt und dann noch mit viel Schmerzen, möglich ist.

Medizinisch gesehen, ist die Anwendung von dem Wort hier richtig, da wir fast alle Erscheinungen sehen, welche wir bei eine –bakterielle- Entzündung auch entgegen kommen. Davon ist hier aber nicht der Rede. Es handelt sich um eine Überlastungsreaktion von Muskeln und die Anheftung von den Muskeln an das Schienbein. Es handelt sich bei einer Knochenhautentzündung also um eine nicht bakterielle, sondern um eine sterile Entzündung.

Für viele Menschen wirkt die Anwendung vom Wort ‘Entzündung‘ verwirrend. Bei einer Entzündung denkt man oft gleich an Infektionen, Bakterien etc. Und obwohl es also medizinisch wóhl richtig ist um das Wort anzuwenden, kann man im täglichen Gebrauch besser sprechen über den Ausdruck ‚‘Knochenhaut-Irritation‘. Dieses wiedergibt außerdem auch mehr an warum es hier dreht. Es sollte auf Grund vom hier oben stehende auch für ein jeder deutlich sein, dass Anwendung von Antibiotika hier sinnlos ist.

Shin-Splints ist eine alte Benennung, eigentlich als eine Sorte von Sammelbecken diente für verschiedene Beschwerden am Unterschenkel, und Knochenhautentzündung, wie wir gerade gesehen haben, deckt auch die ganze Ladung nicht. Der meist wissenschaftlichen Name ist Tibial Stress Syndrom (T.S.S.). Dieser Name verweist am besten nach der Art von der Verletzung und die Lokation davon.


Lokalisation

 

Das Wort ‘Tibial’ verweist nach dem Tibia, der lateinischen Name für das Schienbein und auch nach dem Schienbeinmuskel, der m. Tibialis. Von diesem Schienbeinmuskel haben wir da 2, einer an der Vorderseite vom Schienbein (der m. Tibialis Anterior) und ein an der Hinterseite, der m. Tibialis Posterior.

Auf Basis hiervon unterscheiden wir bei T.S.S. auch ein vorderster- und ein hinterster Loge-Syndrom. In diesem Artikel beschränke ich zum meist vorkommenden, das hinterste Loge-Syndrom, wobei es sich also handelt um den m. Tibialis Posterior, der hinterste Schienbeinmuskel.

Die Knochenhaut -in medizinischen Terminologie das ‘Periost‘ geheißen- ist die äußerste Schicht Gewebe von jedem Knochenstück. Es hat also nicht nur zu tun mit dem Bein; “Bein“ hat hier also die Bedeutung von Knochen.


Verletzungsmechanismus

 

Die Verletzung entsteht besonders bei Läufern und bei Menschen mit einer höhe Sprungbelastung. Um gut zu begreifen wie die Verletzung entsteht müssen wir ein Stückchen Anatomie durchnehmen. Der hinterste Schienbeinmuskel sitzt fest an der Hinterseite vom Schienbein únd am Wadenbein und läuft dann an der Innenseite unter das Fußgelenk durch und läuft durch nach einer der Fußwurzelknochen. Die Funktion dieser Muskel ist dreigliedrig: a) es strecken vom Fuß, b) es stabilisieren vom Fuß bei der Landung (springen oder Laufen), und c) es bewachen vom (ab)Stand von Schienbein und Wadenbein.

Besonders sind b) und c) das wichtigste.


Erstens b): bei der Landung von einem Sprung oder das Laufen sollte die Hacke mit einem harten Klaps auf den Boden kommen wenn die Bewegung nicht gehemmt werden sollte vom hintersten Schienbeinmuskel. Dabei hat der fuß die Neigung um nach innen durch zu senken (Pronation) und auch das wird von diesem Muskel entgegen getreten (siehe fig. 1.)

Bei c) müssen wir erst gucken nach das Knochenstück was in dem Fuß unter (zwischen ist vielleicht besser gesagt) den Schienbein und den Wadenbein sitzt, der Talus. Diese hat die Form von einem Keil, die nach unten zu weiter wird (siehe fig. 2.). Bei jeder Landung, werden Wadenbein und Schienbein durch den Druck von dem Gewicht gleichsam aus einander gepresst. Der hinterste Schienbeinmuskel nun hemmt auch diese Bewegung.

Besonders der Moment von der Landung bei Springen und Laufen ist also den meist belastende Moment.

 

Prävention

 

Mit dieser Kenntnis können wir auch verstehen was wir in die präventive Sphäre tut können. In erster Linie ist den Boden worauf die Landung statt findet wichtig; wie härter, wie mehr belastend. Logische Folge ist dann die Stoßdämpfung von dem Schuh. Man sollte sagen können: desto mehr Stoßdämpfung, desto besser! allein sind da bei einem Schuh noch eine Zahl Aspekten wichtig. Im Allgemeinen geht eine erhöhte Stoßdämpfung auf Kosten von der (seitlichen) Stabilität. Es ist also wichtig, dass darein eine gute Balance zu finden. Und `last but not least´ (schließlich), natürlich der Fuß selber.

Wichtig ist es zu gucken ob der fuß neigt zu Pronation (nach außen drehen von der Fußsohle), und in welchem Maß. Abhängig davon kann dann einen Schuh gewählt oder eine Anpassung in den Schuh gemacht werden, die das korrigiert. Weiter ist es wichtig um Signalen vom Körper zu achten.

 

Körpersignalen

 

Bei das Tibial Stress Syndrom -was eigentlich ein RSI ist- können wir 3 Phasen erkennen.

 

In der erste Phase, die Anfangsphase, beginnen TSS-Beschwerden oft mit ein leichtes Gefühl von Ermüdung u/o Muskelkater in der Waden, welche nach einige Ruhe aus sich selber wieder verschwinden. Und dann ist die Verlockung natürlich sehr groß um normal weiter zu trainieren.

 

In der zweiter Phase, die fortgeschrittene Phase, gibt Ruhe al wenig bis gar keine Abnahme von Beschwerden mehr. Die Beschwerden sind bleibend und werden schlimmer in Intensität. Da entstehen oft starke druckschmerzhafte Stellen an der Innenseite auf und neben dem Schienbein. Im Allgemeinen kann man als Regel annehmen, dass die Beschwerden am ersten an die Unterseite entstehen und sich dann, in dem Maße wie der Beschwerde verschlimmert, auch mehr nach ober erweitert. Auch sind da oft kleine “Korne/Reiskorne“ auf dem Knochen spürbar. Das ist eine direkt fühlbare Folge von der Irritationsreaktion von der Knochenhaut.

 

In Phase drei, die stabile Phase, kann selbst es normalen funktionieren stark beschränkt sein. Die Schmerzen können beherrschten Formen annehmen, während von eine normale Fuß-/Beinfunktion zuweilen selbst keine Rede mehr ist.

 

Was zu tun bei Beschwerden

 

Die Behandlung von der Beschwerde fängt eigentlich an bei den präventiven Maßnahmen. Verwende dort also Andacht und Geld auf. Investier in eine gute Vorbereitung und Schuhwerk.

 

Phase 1: Wenn die Beschwerden sich beginnen zu melden, ist es zunächst Sache um alert zu sein auf den Körpersignalen. Weiter ist es wichtig um selber zu überprüfen ob die Ursache gelegen sein kann in Schuhwerk, Training(smethodik), Trainingsfrequenz, oder eine Änderung darein. Anpassen von der Trainingsbelastung, sowohl in Intensität, Dauer als Frequenz sind wichtig, und sind in dieser Phase oft genügend um der Verletzung im Griff zu behalten.

 

Wenn das Schuhwerk selber nicht die Ursache ist, kann man eine kleine Hacke-Erhöhung im Schuh anbringen. Man soll da dann wohl für sorgen, dass das Material das man anwendet auch Stoßabsorbierend ist. Auch kann man (evtl. selber) mit Massage von den Muskeln vom Unterschenkel die Muskelspannungen versuchen zu vermindern. Beim Laufen kann es außerdem sinnvoll sein, um eine druckende und elastische Bandage um den Unterschenkel an zu legen, um so die Muskeln etwas extra zu Unterstützen.

 

Als letzte gibt es noch die Möglichkeit von Eismassage. Hiervon gibt es 2 Formen:


1. Die meist bekannte Kühlform, wobei man einen Coolpack bzw. Eissäckchen ca. eine halbe Stunde auf die Schmerzhafte Stelle. Warnung!; um erfrieren vorzubeugen muss immer einen Tuch zwischen Eissäckchen und Haut gelegt werden. Diese Form wird nur angewendet wenn man nach einer (Sport)Belastung starke Schmerzen fühlt.


2. Weniger bekannt und angewendet: hierbei wird der Schienbein und die Gewebe an die Innenseite davon mit einem Eisklümpchen eingerieben. Arbeitsweise: das Eisklümpchen 5 bis 10x eine Minute mit 1einen Minute Pause, in konzentrische Kreise über die traumatische Region, von Innen nach Außen und zurück bewegen (niemals auf eine Stelle stehen lassen). Und auch immer gefasst in z.B. einem Waschhandschuh festhalten um Erfrierung von Finger vorzubeugen.

In Prinzip kann man das jede Stunde wiederholen. Jedenfalls muss zwischen jeder Serie mindestens 3 Viertelstunde Pause sitzen.

 

In diese Phase kann es ratsam sein um einen Sportarzt, Sportphysio- bzw. Sporttherapeut oder qualifizierter Sportmasseur zu konsultieren um eine gute Beurteilung zu bekommen über Art und Ernst von dieser Verletzung, und sich daneben gezielt und fachkundig beraten lassen zu können.

 

Phase 2 und 3: In diesen Phasen gibt es im Allgemeinen keine entkommen mehr um neben der bei Phase 1 beschrieben Möglichkeiten auch eine Behandlung von einem guten Physiotherapeut zu unterziehen. Therapeutisch sind da verschiedene Möglichkeiten, aber es soll immer eine Kombination von sowohl passive als aktive Therapieformen sein.

 

Leider lehrt die Praxis, dass wenn man mal eines "gut entwickelte" Tibial Stress Syndrom gehaben hat, empfindlicher ist für Repetition (erneut auftreten). Genau aufpassen und stetig durchhalten von einem extra guten Warming-Up und Cooling-Down sind im Allgemeinen genügend um das Problem beherrschbar zu halten. Vorbeugen ist besser als Heilen!

 

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